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Agnes Wittke

Ehrung von Franz Fritsch in Bockhorn

Zur Ratssitzung der Gemeinde Bockhorn am 23. Februar stellt das Gemeinderatsmitglied Hajo Schepker von der Partei DIE LINKE. den Antrag, eine Ehrung von Franz Fritsch in Form einer Gedenktafel oder eines Gedenksteins an öffentlichkeitswirksamer Stelle im Gemeindegebiet zu installieren. Vorgeschlagen wird zum Beispiel das Rathaus oder der Ort, an dem sich die Gaststätte "Grüner Wald", die Herr Fritsch viele Jahre betrieben hat, befand. Der gebürtige Berliner retttete im zweiten Weltkrieg zahlreichen Jüdinnen und Juden das Leben. Unter anderem gab er ihnen als Betriebsleiter einer Textilfabrik in Krakau Arbeit oder verschaffte ihnen Papiere für die Flucht. In diesem Zusammenhang geriet er selber in die Fänge der Gestapo, konnte aber fliehen. Seit Mitte der 1950er Jahre lebte Franz Fritsch in Bockhorn.

"Sein Lebensinhalt war praktische Nächsten liebe" waren die Worte seiner Todesanzeige in der NWZ. Da lange Zeit nichts in Bockhorn an Fritsch, der in der Nazizeit Charakterstärke und Zivilcourage bewiesen hat, erninnerte, sollte ergänzend zur Buchveröffentlichung von Holger Frerichs "Schindler von Bockhorn" das Lebenswerk dieses mutigen Mannes für alle sichtbar geehrt werden. Schon im Jahr 2013 hat der Jetzige Ehrenbürgermeister Ewald Spiekermann" darauf hingewiesen, dass Franz Fritsch eine solche Ehrung verdient hätte.