Friesland gehört den Menschen, die hier leben!
Unser Alltag findet hier vor Ort statt: in unseren Dörfern und Städten, auf dem Weg zur Arbeit, in Schulen und Kitas, in Arztpraxen, Krankenhäusern, Vereinen und Nachbarschaften. Genau hier entscheidet sich, ob unser Landkreis lebenswert ist — oder ob Menschen das Gefühl bekommen, abgehängt zu werden.
Viele Menschen im Landkreis Friesland merken, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Wohnungen werden teurer, Haus- und Fachärzte fehlen, Busse fahren zu selten und immer mehr Menschen sorgen sich um die Zukunft unserer Krankenhäuser. Gleichzeitig entstehen Wind- und Solarparks und man spricht von großen Investitionen — aber viele fragen sich: Was kommt dabei eigentlich bei uns an?
Wir sagen klar: Friesland darf nicht einfach nur funktionieren, es muss für die Menschen lebenswert bleiben.
Wir wollen einen Landkreis,
- in dem Familien bezahlbar wohnen können,
- in dem ältere Menschen wohnortnah versorgt werden,
- in dem Dörfer lebendig bleiben,
- in dem Jugendliche Perspektiven haben,
- und in dem niemand Angst haben muss, wegen Krankheit, Pflege oder steigender Kosten alleine gelassen zu werden.
Besonders deutlich wird das bei unseren Krankenhäusern. Die geplante Klinikfusion mit Wilhelmshaven darf nicht dazu führen, dass Friesland medizinisch ausgedünnt wird. Wir stehen für den Erhalt aller drei Klinikstandorte und insbesondere für den dauerhaften Erhalt des Kreißsaals in Varel. Geburtshilfe, Notfallversorgung und medizinische Angebote müssen erreichbar bleiben, gerade hier im ländlichen Raum.
Auch beim Wohnen erleben viele Menschen, dass Ferienwohnungen und steigende Preise den Alltag verändern. Friesland darf nicht zu einem Landkreis werden, in dem Einheimische sich das Leben vor Ort irgendwann nicht mehr leisten können. Wohnraum ist keine Ware wie jede andere — er gehört zum sozialen Zusammenhalt.
Gleichzeitig leisten die Menschen in Friesland längst einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Windkraftanlagen prägen viele Regionen unseres Landkreises und in letzter Zeit kommen auch Solarparks hinzu. Deshalb ist für uns klar: Wenn vor Ort Energie erzeugt wird, dann müssen auch die Menschen vor Ort davon profitieren — durch Investitionen in Busverkehr, Kitas, Vereine und kommunale Infrastruktur.
Wir erleben aber auch etwas anderes: Viele Menschen fühlen sich von der Politik nicht mehr ernst genommen. Wenn Angebote gestrichen werden, Arztpraxen schließen oder junge Menschen wegziehen müssen, entsteht Frust. Diesen Frust nutzen rechte Kräfte aus, indem sie Menschen gegeneinander ausspielen. Wir machen das nicht mit. Die Probleme in Friesland entstehen nicht durch Nachbarn oder Zugewanderte, sondern durch politische Entscheidungen, die unsere öffentliche Daseinsvorsorge kaputtgespart haben.
Deshalb setzen wir auf Zusammenhalt statt Spaltung.
Eine starke Kommune entsteht nicht von allein. Sie entsteht dort, wo Menschen sich einmischen, gemeinsam Lösungen entwickeln und Politik nicht nur verwaltet, sondern gestaltet wird. Kommunalpolitik darf kein Zuschauersport sein. Wir wollen zuhören, Probleme konkret anpacken und gemeinsam mit den Menschen vor Ort Politik machen.
Denn Friesland gehört nicht Konzernen, Investoren oder Sparkommissaren.
Friesland gehört den Menschen, die hier leben.
