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19. September 2017 DIE LINKE.

Freunde der Partei DIE LINKE. trafen sich zum Infoabend in Astederfeld

Der Kreisverband Friesland der Partei DIE LINKE. veranstaltete am 12. September in Astederfeld einen Informationsabend im Zusammenhang mit den bevorstehenden Wahlen. Trotz unsicherer Wetterprognose sowie mangelnder Möglichkeiten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, fanden sich zahlreiche Interessierte ein. Anwesend waren außerdem Ratsmitglieder aus der Kommune und die Direktkandidaten Dr. Holger Onken für die Bundestagswahl als auch Stephan Möller für die Landtagswahl.

Als Gast war Anke Wittje von der Bürgerinitiative gegen den Windpark Herremoor eingeladen. Sie informierte über die schon bestehenden Beeinträchtigungen durch die fast fertigen Anlagen. Der Abstand zwischen Windrad und Wohnhäusern an der Hohelieter Straße beträgt nur 500 Meter. Das ist den Anwohnern zu wenig. Der Abstand zu geschlossenen Ortschaften muss 1000 Meter betragen, Bredehorn wird jedoch rechtlich nur wie Außenbereich und nicht wie eine geschlossene Ortschaft behandelt. Die Bredehorner sehen ihr Dorf anders. Auch die Zuhörer zeigten sich beeindruckt von der Geschlossenheit der Dorfbewohner. Das Vereinsleben und die Dorfgaststätte mit Flohmärkten und kleiner Diskothek mit großem Einzugsbereich sind beispielhaft.  ,

Das laufende Klageverfahren hat aber durchaus noch Aussicht auf Erfolg, wie der Stillstand der Windräder in Jade zeigt. Auch Herr Dr. Onken ist der Meinung, wenn man bei dem Bau von Windkraftanlagen den vorgeschriebenen Mindestabstand  zu bewohntem Gebiet ignoriert, dann müssen diese Anlagen wieder abgebaut werden.

Der Landtagskandidat Stephan Möller begrüßt zwar den Einsatz von erneuerbaren Energien, fordert aber ein Mitspracherecht der Bürgerinnen und Bürger bei der Planung. Kreistagsabgeordnete Agnes Wittke wies darauf hin, dass mehr finzanzielle Unterstützung durch das Land bzw. den Bund die Beeinflussbarkeit der Kommunen durch Energiekonzerne verringern könnte.

Zuletzt bezog sich das Zeteler Gemeinderatsmitglied Uwe Koopmann auf das Ergebnis einer Niedersächsischen Fachhochschulstudie, nach der eine optimierte Gesamtplanung die Hälfte der Anlagen bei gleicher Leistung überflüssig macht. Zur Einhaltung der gesetzlichen Planungsverfahren gehört auch, Empfehlungen nicht mehrfach zu missachten. Im Konfliktfall sei es für die Linken wichtig, dass die betroffenen Bürgerinnen und Bürger ernst genommen werden, und nicht, wie in den Zeteteler Bürgerfragestunden geschehen, das Wort entzogen bekommen.