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2. Oktober 2019 Hajo Schepker

Wir müssen fest an der Seite der finanziell Schwachen stehen

Ein Abend mit MdB Dr. Diether Dehm, 27. September 2019 im Tivoli, Varel

Im Laufe des Diskussionsabends, zu dem DIE LINKE. Friesland den bundesweit bekannten Komponisten, Mittelstandssprecher und langjährigen Bundestagsabgeordneten Dr. Diether Dehm eingeladen hatte, kam der Referent immer wieder auf die oben genannte Kernaussage zurück.

Ausgehend von den Folgen des vor über 80 Jahren begonnenen zweiten Weltkriege zog Dr. Dehm eine Linie zu den Konflikten bis heute und warnte eindringlich vor einer Entfesselung eines neuen Golfkrieges durch die USA.

Mit der Aussage "Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen, nicht die Flüchtlinge", stellte sich Diether Dehm klar an die Seite von Sahra Wagenknecht und bedauerte, das es leider auch innerhalb der Partei DIE LINKE. Strömungen gebe, bei denen der Dogmatismus wichtiger sei als die Realpolitik, was letztlich zum Rückzug von Frau Dr. Wagenknecht als Fraktionsvorsitzende geführt hat. Gleichwohl könne er sich eine Koalition mit der SPD momentan nicht vorstellen, weil sich die SPD in Kernfragen nicht von überkommenen Weltbildern lösen kann.

Auch auf aktuelle Trends gab der Referent eine klare Antwort. Anstelle der Rüstungsausgaben muss man massiv in den öffentlichen Personennahverkehr durch Ausbau der Schiene investieren. Die Kosten in Höhe von ca. 10 Milliarden jährlich können aus Einsparungen von überflüssigen Nachrüstungen gewonnen werden. Es sei im übrigen nicht einsehbar, warum man ständig extrem hochrüstet anstatt zu einer Verständigung mit beispielsweise Russland zu kommen.

Mit dem Appell, keine Waffen an Saudi-Arabien zu exportieren, weil dort Frauen und Kinder gekreuzigt und politisch Andersdenkende ermordet werden, schloss der informative Abend ab.

Im Nachgang bedankte sich Diether Dehm beim Kreisvorstand für den gelungenen Abend und die vielen Antegungen, die im Laufe der intensiven Diskussionen mit den anwesenden Gästen entstanden sind. Der Kreisvorstand möchte ähnliche Veranstaltungen mit vielen Besuchern in Zukunft öfter abhalten.