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24. September 2019 Joachim Augustin

"Und willst Du nicht mein Bruder sein..." - Die USA und das 8. Gebot

Frei nach Wilhelm Busch: "Was muss man oft von bösen Buben hören oder lesen..." bereitet die Regierung der USA die Welt - wieder einmal - auf einen Krieg vor. Die Sorge der USA gilt dem freien Welthandel und der sicheren Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Die Bösen kommen natürlich aus dem Iran.

Welch ein gottgefälliges und christliches Ziel könnte man glauben. Doch wie uns die Weltgeschichte und Edward Snowden gelehrt haben, ist die Wahrheit ein ganz seltenes Gut und wird deshalb von der USA - und ganz besonders von ihrem Präsidenten - ganz selten verwendet. Die Deutungshoheit der Glaubwürdigkeit von Meldungen der Medien und Nachrichten wird von Politlobbyisten und devoten Staatsmedien vorgegeben, um illegale und menschenverachtende Folgen zu rechtfertigen. Das freie Denken als Ausdruck des gesunden Menschenverstandes wird manipuliert, um den gewünschten Erfolg, die "Schere im Kopf", zu erzielen.

Und so ist die Bekanntgabe eines Kriegsgrunds immer das Ergebnis umfangreicher und sich immer wiederholender Gehirnwäsche: "Letztmalig wunderbar erfolgreich vor dem Überfall der USA und einer Bande von "Willigen" auf Afghanistan sowie vor dem Raubkrieg um den Irak.

Und dasselbe Prozedere läuft gerade jetzt wieder ab, um den Iran mit Krieg zu überziehen.

Was waren das noch für gute alte Zeiten, in denen eine schöne Frau (Helena) reichte, um Troja anzugreifen. Besonders gerne wurde in der Vergangenheit als Kriegsgrund der Glaube angeführt. Oder man fälschte ein Telegramm (Emser Depeche) und schon hatte Bismarck einen Grund für einen Feldzug gegen Frankreich. Auch der Salpeterkrieg zwischen Chile und Peru/Bolivien (1879-1884) zeigt, wie vielseitig der menschliche Erfindergeist ist, wenn es ums Töten geht.

Es wäre nicht genug Papier im Drucker, um alle Gründe aufzuzählen. Deshalb will ich Ihren Blick auf den nahenden neuen Kriegsschauplatz richten. Im "Kalten Krieg" hatte man ja immer die Bedrohung durch die UdSSR und den Kommunismus als Reserve in der Schublade, wenn man die Kinder erschrecken sowie andere Staaten erpressen und ein anderer Grund nicht passen wollte.

Bei der Ausübung von Rache und Vergeltung für den Angriff auf das World Trade Center war es natürlich komplizierter. Aber mit dem Hinweis, dass man ja am Hindukusch auch "Deutschlands Freiheit" verteidige (Peter Struck, SPD), waren sogar die Grünen (stell' Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin) bereit, in Afghanistan deutsches Leben zu opfern. Natürlich nicht das eigene, sondern nach dem Motto "Geh' Du an die Front, ich hol' Verpflegung" schickte man bis heute 54 Sodaten in den Tod. Das Mandat der NATO war die Lizenz zum Töten und getötet werden.

Und dann folgte 2003 der US-Überfall auf den Irak, um dessen Ölreserven zu rauben und eine US-hörige Regierung zu installieren. Mit dabei unter anderem der Kriegshetzer Tony Blair, ein Freund, der sich ja schon in Afghanistan am Töten beteiligt hatte.

Wie wir heute wissen, ein Krieg aufgebaut auf Lügen! Eine halbe Million tote Zivilisten und ca. 80.000 tote Soldaten. Ein Land in Schutt und Asche gebombt und nun nicht mehr allein lebensfähig ist. Der Krieg "gebar" den IS und das jetzt herrschende Chaos im Nahen Osten.

Wir erinnern uns: Am 5. Februar 2003 stimmte US-Außenminister Collin Powell in einer 76minütigen Rede vor dem UN-Sicherheitsrat die Welt auf den Überfall ein. Von dem Kriegsverbrecher G.W. Bush beauftragt, zeigte er gefälschte Bilder von mobilen Chemielaboren der irakischen Armee zum Bau von Chemiewaffen. Auch behauptete er, der Irak besitze biologische und chemische Massenvernichtungswaffen. Und als "Sahnehäubchen" erklärte er, der Irak strebe den Bau von Atomwaffen an.

Nach ein paar Monaten musste die Welt erkennen, dass alles eine Lüge war und nur dazu diente, die eklatant hohen Zahlen der damals zu erwartenden Opfer zu rechtfertigen. Powell bezeichnete 2005 seine Rede vor der UN als Schandfleck in seinem Leben. Nobelpreisträger Harold Pinter erklärte den illegalen Angriffskrieg zum Staatsterrorismus! Für den Kölner Völkerrechtler Björn Schiffbauer ist der Irakkrieg "eine völkerrechtswidrige Gewalthandlung" durch die USA und ihre Verbündeten.

Und jetzt und heute sind die Kriegsverkäufer und Lobbyisten des Todes wieder in der Welt unterwegs. Dieselbe Vorgehensweise, dieselben Argumente. Heute macht sich Trump schon nicht mehr die Mühe, irgendwie glaubwürdig zu sein. Ein Paar Schrottteile, die von jedem Kriegsschauplatz dieser Welt stammen können sowie die unbewiesene Behauptung, die Raketen seien aus dem Iran gekommen und nicht von den Huthi-Rebellen, muss heutzutage genügen. Jede Menge gesteuerte und auch wohl bezahlte Bildreporter runden das Bild eines "die Welt bedrohenden Irans" ab, um die Parole "KRIEG" auszugeben. Die Feinarbeit für ein gutes "Kriegsklima" liefern in Deutschland Mitarbeiter der Atlantik-Brücke oder der Münchener Sicherheitskonferenz - verbrüdert und verschwägert mit der NATO.

Da war Reinhard Heydrich doch viel kreativer, eben deutsch und daher gründlich. Im Auftrag von Heinrich Himmler lieferte er mit SS-Männern in polnischen Uniformen und dem Überfall auf den Sender Gleiwitz den Nazis den "Kriegsgrund" für den Angriff auf Polen. Auch Hitler wäre sicher angenehm überrascht über das kompromisslose Vorgehen des US-Präsidenten. Man könnte versucht sein zu denken, sie wären Brüder im Geiste, wenn man Hitlers Worte vom 25. August 1939 vor hohen Generälen der Wehrmacht in Betracht zieht: "Die Auslösung des Konfliktes muss durch eine geeignete Propaganda erfolgen. Die Glaubwürdigkeit ist dabei gleichgültig. Im Sieg liegt das Recht!"

Wer sich ein Bild über die Massen von Lügen und Intrigen, Betrug und Erpressung verschiedener US-Regierungen und Präsidenten machen will, schaue in das im Uhlstein-Verlag erschienene Buch "Die Kriegsverkäufer - Geschichte der US-Propaganda 1917-2005" von Andeas Elter. Die Vergewaltigung der Wahrheit durch die IS-Imperialisten hatte immer nur ein Ziel: Sie diente dem Machterhalt und der Rechtfertigung von Gewalt und Krieg!

Deshalb hatte das 5. Gebot "Du sollst nicht töten" schon lange seinen Sinn verloren, da solch eine Einschränkung der bedingungslosen Ausübung von Macht nur hinderlich ist. Und das 8. Gebot "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider Deinen Nächsten" gilt in den USA immer nur für die Anderen oder wenn es gerade passt.

Die Pflicht aller Linken und Sozialisten ist es, unsere rot-schwarze Regierung, die sich der US-Administration seit längerer Zeit nur noch rektal nähert, aufzufordern, Rückgrat zu zeigen und aufrecht für die Wahrheit einzutreten. Stoppen wir die Kriegstreiber in der USA!

Aus diesem Grund darf die Wahrheit niemals der Politik überlassen werden, sondern muss von Menschen vertreten werden, die für sie kämpfen wollen und werden. Zwei dieser ehrenwerten Menschen sind in unserer Partei unsere Vorbilder.

Reißen wir bei jeder Gelegenheit den US-Imperialisten die Maske von ihren Gesichtern und geben der Wahrhaftigkeit den Platz in unserer Welt, der ihr zusteht, damit sie ein Stück besser wird!

Wir können nicht die Welt retten, aber wir können anfangen, der Lüge ihre Kraft zu nehmen zu täuschen und zu vertuschen. Das geht nur zusammen: Einigkeit macht stark!

Zum Ende möchte ich heute einen Ausspruch von Thomas Jefferson wiedergeben, der zum Thema passt:

"Die Lüge bedarf immer der Staatsgewalt, die Wahrheit kann alleine aufrecht stehen!"