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3. Juni 2018 Agnes Wittke

Mehrweg statt Einweg

Der "Coffee to go" hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Verkaufsschlager entwickelt. Eben für unterwegs einen Kaffee im Pappbecher aus einer Bäckerei geholt passt gut zu unserer immer mobiber werdenden Gesellschaft. In der Folge landen mittlerweile jährlich ca. 3 Milliarden dieser nicht recyclebaren Becher im Müll, Tendenz steigend.

Um der dadurch verursachten und unnötigen Ressourcenverschwendung vorzubeugen, stellen immer mehr Städte und Gemeinden ein Pfandsystem für Mehrwegbecher zur Verfügung, auch in unserer direkten Nachbarschaft. In Oldenburg wurde der "Recup" im September 2017 eingeführt, die Städte Emden, Leer, Aurich und Norden stellen das System ab Herbst 2018 bereit.

Nun stellt auch die Gruppe MMW/DIE LINKE. im Kreistag Friesland den Antrag auf die Einführung eines kreisweiten Mehrwegbechers für Heißgetränke. Die Kreisverwaltung wird gebeten, zusammen mit dem Zweckverfband Abfallwirtschaftszentrum Friesland-Wittmund, dem Tourismusverband Nordsee e.V. und der Wirtschaftsförderung diesbezüglich ein Konzept zu erarbeiten. Denkbar wäre beispielsweise ein bepfandeter Mehrweg-"Friesland-Becher" u.a. auch als Werbemaßnahme für den Landkreis.

Der Einführung eines Mehrwegbechers durch die Gastronomie- und Bäckereibetriebe steht ihre Konkurrenz zueinander im Wege. Mit einem kreisweiten Mehrwegbecher kann man in der einen Bäckerei einen Coffee to go kaufen, unterwegs austrinken und bei einem anderen am Pfandsystem teilnehmenden Anbieter wieder abgeben. Die Einführung durch eine neutrale Instanz gibt Hoffnung, dass viele Betriebe mitmachen. Die Kreisverwaltung ist hierfür prädestiniert.